1980

Auf Einladung von Alois Heinzlmeir trafen sich bei ihrer 2. Zusammenkunft am 25.04.1980 im Nebenzimmer des Gasthauses „Zum scharfen Eck“ 24 Männer und 1 Jugendlicher, wovon 23 Anwesende beschlossen, den Angelsportverein Karlshuld zu gründen.
Die Gründungsmitglieder waren:
Bayer Erwin Forster Ernst Schwarz Wolfgang
Böhnel Harald Forster Klaus Seißler Helmut
Bork Max Gruner Horst Seitle Adolf
Bork Wolfgang Heinzlmeir Alois Seitle Helmut
Breu Heinrich Müller Johann Seitz Johann
Dittenhauser Johann jun Öxler Adolf Stelzer Johann
Eberle Anton Riehl Albert Zehring Ernst
Eisenhofer Josef Scherm Alwin

Zuerst wurde eine Vorstandschaft gewählt, die sich wie folgt zusammensetzte:
Alois Heinzlmeir, 1. Vorsitzender Harald Böhnel, Gewässerwart
Ernst Forster, 2. Vorsitzender Ma Bork, Beisitzer
Josef Eisenhofer, Kassier Johann Müller, Beisitzer
Klaus Forster, Schriftführer Johann Stelzer, Beisitzer

Zu Kassenrevisoren wurden Erwin Bayer und Adolf Seitle gewählt.

Im Anschluss wurde über die Vereinssatzung abgestimmt und diese einstimmig angenommen.

Auf Vermittlung von Erwin Bayer gab Herr Frieder Kempe die mündliche Zusage, den Kempe-See, der etwa 15 Tagwerk gross und fischleer war, zu verpachten. Der Pachtvertrag wurde am 14.07.1980 mit einer Laufzeit von 10 Jahren abgeschlossen, wovon 5 Jahre pachtfrei waren. Ab dem 6. Jahr wurde ein Pachtpreis von DM 1.600,-- pro Jahr vereinbart.

Mit grossem Eifer wurde in den nächsten Wochen die Mondlandschaft an der Westseite des Weihers planiert, eingesät und mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt, die Herr Sepp Haselbeck von der Pfetten`schen Forstverwaltung kostenlos zur Verfügung stellte. Diese mussten selbstverständlich in mühsamer Arbeit im Wald ausgegraben werden.

Am 20.06.1980 erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Neuburg /Donau und der ASV war nun ein „e.V.“

Am 27.06.1980 wurde die Beitragssatzung bei einer Ausserordentlichen Hauptversammlung einstimmig beschlossen.
Jahresbeitrag für aktive Mitglieder DM 100,--
+ zinsfreies Darlehen, von den Mitgliedern unkündbar DM 50,--
Jahresbeitrag für Jugendliche bis 16 Jahre DM 25,--
Jahresbeitrag für Jugendliche von 16 – 18 Jahre DM 50,--
Jahresbeitrag für fördernde Mitglieder DM 25,--
Aufnahmegebühr in 1981 DM 100,--
Aufnahmegebühr in 1982 DM 200,--






Ausserdem hatte jedes aktive Mitglied jährlich 10 Arbeitsstunden zu leisten, bei Nichterfüllung waren je Stunde DM 20,-- zu zahlen.
Die Beitragssatzung war gültig bis 31.12.1982.

Bei der Vorstandsitzung vom 24.06.1980 wurde beschlossen, die Aufnahme in den Fischereiverband Oberbayern e.V. zu beantragen. Die Aufnahme ist am 17.07.1980 erfolgt.
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Bei einer weiteren Vorstandsitzung am 22.07.1980 wurden als erster Fischbesatz
250 Zander 10 – 12 cm 400 Regenbogenforellen 10 cm
2 Ztr. Karpfen 2-sömmrig 2 Ztr. Karpfen 3-sömmrig
beschlossen und umgehend in den Kempe-Weiher eingebracht. Die Forellen fielen im nächsten Jahr dem Kiemenkrebs zum Opfer.

Da mittlerweile der Verein schon 3 jugendliche Mitglieder hatte, wurde Helmut Seißler am 21.08.1980 kommissarisch zum Jugendwart (ohne Stimmrecht in der Vorstandschaft) ernannt.

Am 19.10.1980 fand am Kempe-See in Seehof das erste gemeinsame Fischen und zwar das 1. Königsfischen statt. Erster Fischerkönig wurde Wolfgang Schwarz mit 1 Hecht von 8 Pfund. Bemerkenswert ist, dass seitdem nie mehr beim Königsfischen ein Fisch in dieser Grösse gefangen wurde.

Am 25.10.1980 wurde der 2. Fischbesatz von der Fischzucht Bayerl, Einberg vorgenommen. Es wurden eingesetzt:
186 Stück Spiegelkarpfen K II 47 Stück Spiegelkarpfen K III
12 Stück Schuppenkarpfen K III 259 Stück Zander 1o – 12 cm

Relativ schnell wurde es der Vorstandschaft klar, dass der Verein von den Mitglieds-Beiträgen allein nicht existieren kann. Und so wurde bei der Vorstandsitzung vom 09.12.1980
beschlossen, festzustellen, ob mit einem Verkaufsstand auf dem Donaumoos-Volksfest 1981 Steckerlfische zubereitet und verkauft werden dürfen. Der Anstoss zu dieser Aktion kam von Ernst Geisberger, der zusagte, seine beiden Grills kostenlos zur Verfügung zu stellen. Durch die gute Beziehung von Erwin Bayer mit dem Festwirt Erwin Koch wurde die Genehmigung kurzfristig erteilt. Ernst Forster begann sofort mit der Planung eines Verkaufsstandes.

Am 13.12.1980 fand die erste Weihnachtsfeier im Nebenzimmer des Vereinslokales statt. Es war der Vorstandschaft klar, dass diese Veranstaltung kein Geschäft, sondern ein besinnliches, gemütliches und fröhliches Beisammensein werden soll. Trotz knapper Kasse gab es kostenlos Kaffee und Stollen. Als St. Nikolaus trat das passives Mitglied Hans Ledl auf.

Am Jahresende 1980 betrug der Mitgliederstand 27 Aktive, 6 Passive und 4 Jugendliche.